Im Rahmen unserer Projektreise, welche Teil des Lehrplans ist und von uns Schülern organisiert werden muss, ging es für uns vom 01.05 – 05.05.18 auf die AIDA Sol.


Tag 1: Anreise
Pünktlich um 15 Uhr haben wir uns am Kreuzfahrt Terminal Altona getroffen. Nachdem wir unsere Koffer abgegeben hatten und die Sicherheitskontrolle erfolgreich durchliefen, ging es auch schon an Bord, wo wir erst einmal ganz in Ruhe unsere Innenkabinen zur Viererbelegung bezogen. Da diese Reise für viele die erste Kreuzfahrt war, war die Aufregung groß.
Richtig lustig wurde es bereits, als wir uns dann alle um 17 Uhr in den riesigen Rettungswesten an Deck versammeln mussten.


Nachdem wir dann die Sicherheitsübung schneller als gedacht hinter uns gebracht haben, haben wir uns alle gemeinsam das Auslaufen aus dem Hamburger Hafen angeschaut. Dies war für alle schön und spannend, trotz dem starken Wind und gefühlten 2°C.
Danach ging es zum Abendessen in das asiatische Buffetrestaurant East und danach in die Anytime Bar, wo wir den Abend ausklingen ließen und um Mitternacht in den Geburtstag einer Klassenkameradin reingefeiert haben.

Tag 2: Seetag
Den zweiten Tag unserer Reise und somit den einzigen Seetag haben wir mit einem späten Frühstück im Marktrestaurant gestartet. Das reichhaltige Buffet haben wir mit einem Blick auf den sonnigen Ärmelkanal genossen.


Wir haben den Tag mit einer Rallye und Rundführung über das Schiff, ganz viel essen, essen, essen und nicht zu vergessen, mit essen verbracht. Abends haben wir uns dann das musikalische Entertainment im Theatrium angeschaut, bevor es zur Black and White Party in der Anytime Bar ging.


Tag 3: Dover/Canterbury
Nach einer kurzen Nacht (natürlich aufgrund der lauten Motorgeräusche) legten wir dann am Morgen unseres dritten Tages im Hafen von Dover an. Von dort ging es dann zum Bahnhof und dann weiter in die wunderschöne Stadt Canterbury.


Nach einem kleinen Vortrag von zwei Klassenkameraden über die Stadt haben wir uns über die historische Stadtmauer auf den Weg zur Canterbury Cathedral gemacht. Die Kathedrale ist sehr imposant und von historischer sowie touristischer Seite her sehr bedeutend für England. Zwei Klassenkameraden haben uns einen Überblick über die wichtigsten Daten gegeben und eine Rallye gestaltet, welche zum Erkunden der Kathedrale und dem dazugehörigen Gelände diente. Einige Klassenkameraden haben eine Stadtführung vorbereitet, welche uns viele schöne Einblicke in die typisch englische Stadt bot. Gegen Nachmittag ging es dann zurück nach Dover, wo wir gegen 18 Uhr wieder ablegten und uns auf den Weg nach Amsterdam machten.


Tag 4: Ijmuiden/Amsterdam
Wie die Stimmung so ist, wenn eine Gruppe von 18 – 26-Jährigen um 05:00 Uhr morgens aufstehen muss, um pünktlich von Bord zu gehen, kann man sich wohl vorstellen. Zum Glück erwachten aber auch die Morgenmuffel unter uns spätestens auf der Busfahrt von Ijmuiden nach Amsterdam, auf welcher wir uns mit Songs wie „Schatzi, schenk mir ein Foto!“ und „Komm, wir fahren nach Amsterdam“ auf die wunderschöne niederländische Stadt einstimmten.
Bereits um 7 Uhr morgens haben wir dann eine Rundführung durch das Rotlichtviertel von Amsterdam gemacht, uns einige bekannte Coffeshops angeschaut und im Anschluss die wunderschönen Grachten auf einer Grachtenfahrt entdeckt.
Leider legten wir bereits um 13 Uhr wieder ab, weshalb die eigenständige Erkundung vor Ort etwas zu kurz kam. Wieder an Bord angekommen ging es dann auch schon wieder zurück nach Hamburg. Am Nachmittag hatten wir dann die Ehre, den Hotelmanager der AIDA kennenzulernen und sind nett mit ihm ins Gespräch gekommen. Ein paar Flaschen Prosecco standen auch für uns bereit 
Der Hotelmanager hat sich dann viel Zeit für uns genommen und alle unsere Fragen beantwortet. Unter anderem haben wir erfahren, wie viele Lebensmittel für eine Kreuzfahrt benötigt werden. Für eine Kreuzfahrt der AIDAsol in Richtung Norwegen werden allein 25 Tonnen Fleisch geliefert. Auch andere interessante Informationen, wie zum Beispiel, dass die Mitarbeiter bis zu 77 Stunden die Woche arbeiten dürfen und dass es auf dem Schiff eine eigene Müllverbrennungsanlage gibt, erstaunten uns doch sehr.
Am Abend haben wir dann noch einmal gemeinsam im Marktrestaurant zu Abend gegessen, bevor wir dann auf verschiedensten Wegen den letzten Abend genossen. Die einen schauten sich die ABBA Show im Theatrium an, für die anderen ging es direkt in den Club.

Unser Fazit:
Alles in allem war es für uns alle eine sehr gelungene Fahrt. Im Folgenden erläutern wir euch gerne, was uns an der Kreuzfahrt besonders gut gefallen hat und welche Dinge unserer Meinung nach verbesserungswürdig sind.
Da wir in Innenkabinen zur Viererbelegung wohnten, war der Platz in den Kabinen natürlich begrenzt. Trotzdem war es gut auszuhalten, da man lediglich zum Schlafen und Fertigmachen in der Kabine war. Die Kabinen wurden vom Personal stets sauber und ordentlich gehalten. Generell würden wir jedoch einfach aufgrund des Erlebnisses immer eine Balkonkabine empfehlen. Ansonsten besteht nämlich bei schönem Wetter nur die Möglichkeit, das Wetter auf dem Außendeck zu genießen. Dieses muss man sich dann jedoch mit einer Menge anderer Menschen teilen. Um eine Liege abzubekommen, braucht man da schon ein wenig Glück.
Zum Thema Kabinen muss definitiv noch erwähnt werden, dass diese auf Deck 4 sehr laut sein können. Deck 4 ist das letzte Passagierdeck, darunter folgen die Crewdecks sowie der Maschinenraum. Die Lautstärke war teilweise wirklich unangenehm. Es ging so weit, dass sogar die komplette Kabine vibrierte. Wir würden Kunden dementsprechend erst Kabinen ab Deck 6 empfehlen.
Auch in den Buffetrestaurants hatte man nicht wirklich seine Ruhe. Die Gäste warteten bereits 20 Minuten vor Eröffnung vor dem Eingang des Restaurants, so dass sich lange Schlangen bildeten. Dies führte leider auch am Buffet zu einer unruhigen und stressigen Atmosphäre. Das Essen war jedoch sehr gut und abwechslungsreich und auch der Service in den Restaurants war spitzenmäßig. Allgemein war das Personal auf dem ganzen Schiff sehr zuvorkommend und freundlich.
Da wir ebenfalls einen Seetag hatten, konnten wir testen, welche Möglichkeiten das Schiff so bietet. Leider mussten wir feststellen, dass die meisten Unterhaltungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel der Spa-Bereich, das Kino oder Workshops nur gegen eine Gebühr nutzbar sind. So ein Seetag kann also mit hohen Kosten verbunden sein.
Kostenlose Alternativen, die uns sehr gut gefallen haben, waren das Abendprogramm, welches im Theatrium stattfand und die vielen Bars. Die Shows waren wirklich beeindruckend (z. B. ABBA – Das Musical oder Disney Stars) und unterhaltsam. Es handelte sich hierbei um wirklich talentierte Darsteller und nicht um, wie es so oft in All Inclusive Hotels der Fall ist, Amateurshows. Die Bars bieten Unterhaltung in Form von Livebands, Mottopartys wie „Black and White“ u. ä..
Zu den Landausflügen können wir sagen, dass es definitiv möglich ist, diese auf eigene Faust zu organisieren. Die von AIDA organisierten Ausflüge sind unserer Meinung nach überteuert. Auf der von uns gewählten Route bietet es sich in jedem Falle an, einen Ausflug von Dover nach Canterbury zu machen. Canterbury ist nur gute 30 – 40 Minuten Bahnfahrt von Dover
entfernt und bietet viele historische Sehenswürdigkeiten. Ein Besuch dieser traumhaft schönen und kulturellen Stadt lohnt sich für einen Tag definitiv mehr als ein Ausflug nach London.
Ebenfalls haben wir unseren Ausflug von Ijmuiden nach Amsterdam selbst organisiert. Für den Transfer haben wir pro Person lediglich 30 Euro zahlen müssen. Einiges weniger als der Transfer von AIDA.
Amsterdam ist definitiv einen Besuch wert und auch von Ijmuiden in 30 – 50 Minuten zu erreichen. Eine Grachtenfahrt sollte auf jeden Fall Teil des Programms sein, da diese einen schönen Überblick über die Stadt bietet.
Wir konnten uns definitiv einen sehr guten Überblick über das Schiff und natürlich das Kreuzfahrtfeeling machen. Es wird uns in Zukunft leichter fallen, Kunden zum Thema Kreuzfahrten zu beraten und wir werden mit Sicherheit auf Dinge achten, die uns vor der Reise nicht bewusst waren.
Hier haben wir noch ein paar weitere Impressionen für euch:

Canterbury/ River Stour:

Der Blick vom Schiff im Hafen von Dover:

Klasse T16-13 in Canterbury: