In der Ausbildungsvorbereitung-Dual der H18 werden das schulische und betriebliche Lernen in gleichem Maße gefördert. Die Schüler erfahren in Praktikumsbetrieben wesentliche Bestandteile der Arbeitswelt, die im schulischen Unterricht reflektiert und ausgewertet werden, um eine Berufsorientierung und -vorbereitung der Schüler zu erreichen.

Lernen in Schule und Betrieb

In der dualen Form der Ausbildungsvorbereitung findet das Lernen sowohl in der Schule als auch im Betrieb statt. An drei Tagen in der Woche lernen und arbeiten die Jugendlichen in einem Praktikumsbetrieb und an zwei Tagen sind sie gemeinsam in der Schule.

Am Unterricht der Ausbildungsvorbereitung nehmen Schüler und Schülerinnen mit verschiedenen Lernniveaus und Schulabschlüssen teil, die noch schulpflichtig sind aber noch keine Ausbildungsstelle oder keine Zulassung für die Oberstufe haben. Ein Teil der Schüler und Schülerinnen hat schon einen ersten oder sogar zweiten Schulabschluss (bzw. Haupt- und Realschulabschluss). Es gibt aber auch Schüler und Schülerinnen, die bei uns den Ersten Schulabschluss (ESA) bzw. Hauptschulabschluss bei entsprechenden Leistungen nachholen können.

Lernwege planen und gehen

Bei ihrem individuellen Übergang von der Schule in die Arbeitswelt werden die Schülerinnen und Schülern intensiv von Mentoren (AV-BegleiterInnen und Lehrkräften) begleitet. Mit allen werden kontinuierlich Lernentwicklungsgespräche geführt. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren ihre Lernergebnisse in Lernpässen, führen Berichtshefte und werten ihre Praktika unter anderem mit “besonderen Lernaufgaben” aus.

Individualisiert lernen in moderner Lernumgebung

Jeder Jugendliche wird entsprechend seiner persönlichen Lernvoraussetzung durch auf ihn abgestimmte Lernbausteine unterstützt. Jeder Schüler hat die Möglichkeit, an einem Computer-Arbeitsplatz in der H18 individuelle Aufgaben zu bearbeiten, Bewerbungen zu schreiben oder Ausbildungs- bzw. Praktikumsstellen zu suchen. In den allgemeinbildenden Fächern (Sprache und Kommunikation, Berechnungen und Englisch) lernen die Schülerinnen und Schüler zunehmend selbstverantwortlich. Sie haben feste Zeiten, in denen sie selbstverantwortlich und eigenständig ihre eigenen Lernschwerpunkte wählen, d.h. das Fach und den Lernjob selbst aussuchen. Bewerbungstraining und Präsentationstechniken erweitern das Lernangebot.

Dauer der Ausbildungsvorbereitung-Dual

Die Dauer und Organisation unserer Ausbildungsvorbereitung ist auf die individuellen Förderbedarfe und Bildungsziele unserer Schülerinnen und Schüler abgestimmt. Die Ausbildungsvorbereitung dauert in der Regel ein Jahr und beginnt direkt nach den Sommerferien. Flexible Organisationsformen in den Schulen machen laufende Einschulungen und vorzeitige Übergänge in Anschlussmaßnahmen möglich. Ein vorzeitiger Übergang in eine Berufsausbildung oder weiterführende, berufsvorbereitende Maßnahmen ist somit jederzeit gegeben und wird bei Vorliegen der Ausbildungsreife besonders unterstützt.

Kooperationen

Die “Jugendberufsagentur” bietet an der H18 individuelle Beratungstermine an und unterstützt bei der Suche nach Ausbildungsplätzen und alternativen Ausbildungsmöglichkeiten. Auch mit zahlreichen Unternehmen, Bildungsträgern oder Produktionsschulen findet eine enge Zusammenarbeit statt.

AV-dual & inklusiv

Aus der Kooperation mit Stadtteilschulen, die Integrationsklassen führen, entstand eine Integrative Ausbildungsvorbereitung in der Jugendliche mit und ohne Behinderungen gemeinsam unterrichtet und von unseren Arbeitsassistentinnen Inklusion zusätzlich betreut werden. Es werden jedes Schuljahr acht Schülerinnen und Schüler mit speziellem Förderbedarf betreut. Sie werden genau wie die anderen SchülerInnen auch in entsprechende Praktikumsbetriebe vermittelt.

Ausbildungsvorbereitung für Migranten (AvM Dual)

Die Ausbildungsvorbereitung für Migrantinnen und Migranten ist das neue ganztägige, duale Bildungsangebot für neu zugewanderte Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. AvM Dual ist ein zweijähriger Bildungsgang, in dem Jugendliche den ersten oder mittleren Bildungsabschluss erwerben können.

AvM Dual schließt eine integrierte Sprachförderung am betrieblichen Lernort ein. Jugendliche lernen nach einer mehrmonatigen Eingangsphase drei Tage in der berufsbildenden Schule und zwei Tage im betrieblichen Praktikum. Dabei stehen betriebliche Integrationsbegleiter den Jugendlichen und Betrieben zur Seite. Darüber hinaus dient der Bildungsgang der beruflichen und sozialen Integration von Jugendlichen und soll den Übergang in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt bzw. in weiterführende Schulen ermöglichen.

Die schulischen Angebote in den Fächern ‚Sprache und Kommunikation‘, ‚Mathematik‘, ‚Englisch‘ und ‚Sport‘ sind mit weiteren Integrationsangeboten und -programmen verzahnt. Die Integrationsangebote werden so gestaltet, dass sie einen substantiellen Beitrag zur Bildung, Integration und zur Zukunft dieser Jugendlichen leisten.

Für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die über keinerlei Deutschkenntnisse verfügen, wurde eine zusätzliche Alphabetisierungsklasse eingerichtet. In dieser einjährigen Ausbildung lernen die Schülerinnen und Schüler, in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule (VHS), die Grundkenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift. Im Anschluss daran können die Schülerinnen und Schüler in den obigen zweijährigen Ausbildungsgang eingegliedert werden.